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Aug

Trilogie Teil 2: Meeresschutz

Möve am Meer

Möve am Meer (Quelle: stiftung-meeresschutz.org)

„Die Meere sind die am schlechtesten geschützten Lebensräume unseres blauen Planeten.“

– Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

In unserer aktuellen Trilogie dreht sich alles um den Meeresschutz, im ersten Teil lag der Fokus besonders auf den Bewohnern unserer Meere. Teil 2 beschäftigt sich mit der Verunreinigung und Beschädigung der Ost- und Nordsee durch Landwirtschaft & Fischerei und deren Auswirkungen.

Wie sieht es eigentlich bei uns in Deutschland mit dem Meeresschutz aus?

Hierzulande sind vor allem die Ost- und Nordsee beliebte Urlaubsorte. Entspannung und Wohlfühlen stehen hier auf dem Programm. Zwischendurch ein frischer Fisch direkt aus dem Meer und dann noch ein paar Souvenirs shoppen gehen. Alles schön & gut, aber was die wenigsten wohl wissen: 94% der Nordseegewässer befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und in der Ostsee sogar 100%.

Wie es soweit kommen konnte:

Überversorgung mit Nährstoffen

Die Meere leiden unter eine Überversorgung mit Nährstoffen. Dieses Phänomen nennt man auch „Eutrophierung“. (umweltbundesamt.de) Hauptverursacher für dieses Problem ist die Landwirtschaft. Wird z.B. der Boden übermäßig mit Gülle gedüngt, gelangt diese in die Gewässer und anschließend ins Meer, wodurch ein Überangebot an Nähstoffen entsteht. Die „Deutsche Stiftung Meeresschutz“ erklärt, dass diese Belastung sich als getrübtes Wasser, Schaumbildung und der Entstehung von Todeszonen ohne Sauerstoff äußere. Auch das vermehrte Auftreten giftiger Algenarten werde gefördert. (stiftung-meeresschutz.org). Letztlich leiden wieder die Meeresbewohner unter der Eutrophierung, denn für manche ist das Meer nun nicht mehr zum Leben geeignet. Gleichzeitig siedeln sich aber auch neue Arten an, die lokale Arten verdrängen können (umweltbundesamt.de). Aber auch für uns Menschen stellt die Eutrophierung ein großes Problem dar, denn der Ozean ist eine große Nahrungsquelle, von der weltweit viele Völker abhängig sind.

Gegenmaßnahmen könne man nur durch ein Umdenken im Management der Landwirtschaft entwickeln, so das Umwelt Bundesamt. Aber auch wir als Ver

Korallenriff

Korallenriff (Quelle: nabu.de)

braucher sind gefragt. Jeder sollte sich z.B. über seinen Fleischkonsum bewusstwerden und diesem am besten etwas reduzieren.

 

Übermäßige Fischerei

Ein weiteres Problem, dass unsere angrenzenden Meere stark belastet, ist die übermäßige Fischerei. Obwohl es in Deutschland Meeresschutzgebiete gibt, wird dort kommerziell gefischt. Zum einem ist es eine zu hohe Masse, die gefischt wird, wodurch der Erhalt vieler Arten bedroht wird. Zum anderem stören die eingesetzten Schleppnetze die Fische beim Laichen und verletzen den Meeresboden, auf dem auch in der Ost- und Nordsee eine Vielzahl von Organismen, wie Muscheln und Schwämme leben (nabu.de). Auch Lärm der von Schiffen verursacht wird, stellt eine Gefahr dar. Viele Fische und Haie kommunizieren über Laute, welche aber durch den Lärm nicht mehr zu hören sind. Aus diesem Grund verirren sich die Tiere und hören Warnungen von Artgenossen nicht.

Kunststoff im Meer und am Strand

Das klassische Problem von Kunststoff im Meer, ist leider auch in Ost- und Nordsee zu beobachten.

„In der südlichen Nordsee besteht etwa 90 Prozent des Mülls am Meeresboden und am Strand aus Kunststoffen. Während in deutschen Ostseegewässern der Plastikanteil des Mülls am Meeresboden bei 40 Prozent und an den Stränden bei 70 Prozent liegt.“ (stiftung-meeresschutz.org)

Krabbe in Plastikflasche

Krabbe in Plastikflasche Quelle: umweltbundesamt.de

Plastiktüten, Verpackungen und Flaschen machen einen Großteil des Plastikmülls aus. Ab 2021 herrscht in der EU und damit auch in Deutschland ein Verbot für viele Einweg-Plastikprodukte (morgenpost.de). Schon jetzt kannst Du Dich mit den Alternativen anfreunden und darauf achten, deinen Plastikkonsum nachhaltig zu reduzieren:

  • Schnapp Dir einen hübschen Stoffbeutel zum Einkaufen
  • Tausche Plastikstrohhalme gegen Edelstahl- oder Glas-Strohhalme
  • Ersetze deine Plastik-Zahnbürste durch eine Bambus-Zahnbürste
  • Achte auf nachhaltig produzierte Kleidung

Vor allem jetzt im Sommer, wo der ständige Durst uns den ganzen Tag über begleitet, wäre es doch super Kunststoff-Trinkflaschen & -Behältnisse durch Glas-, oder besser Edelstahl-Produkte zu ersetzen. Du hilfst nicht nur der Umwelt sondern auch Deiner Gesundheit, denn im Gegensatz zu Plastikprodukten, enthalten Edelstahl Produkte keine schädliche Stoffe wie z.B. BPA. Außerdem verändern sie weder Geschmack noch Geruch des Inhaltes. Schau Dich gerne bei uns im Shop um & finde Deine Alternativen!

Mit unserer Trilogie wollen wir Dich darüber aufklären, warum das Meer so wichtig für alle Lebewesen auf der Welt ist und wie auch Du bei dem Erhalt helfen kannst. Ende August erscheint der 3. Teil unserer Trilogie, in dem sich alles um Küstenschutz drehen wird. Wir werden Dir tolle Projekte vorstellen, an denen Du auch teilnehmen kannst.

Schildkröte im Ozean

https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/schutzgebiete-im-meer-muessen-wirklich-schutz-bieten-bund-fordert-ruhezonen-die-von-jeglicher-nutz/news-topic/meere/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/meere/meeresschutz-geht-uns-alle-an#textpart-1

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimawandel/11801.html

https://blogs.nabu.de/meeresschutzgebiete-warum-das-heutige-konzept-bedrohten-arten-nicht-hilft/

https://www.stiftung-meeresschutz.org/themen/meeresverschmutzung/der-deutschen-nord-und-ostsee-geht-es-schlecht/

Bildquelle Meeresboden: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/ostseelife/24409.html

Vogel: https://www.stiftung-meeresschutz.org/themen/meeresverschmutzung/

Strömungswirbeln

Krabbe: https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-legt-massnahmenprogramm-meeresschutz

https://www.morgenpost.de/politik/article216757251/EU-beschliesst-Verbot-von-Einweg-Plastik-Das-aendert-sich-fuer-Verbraucher.html